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40 Jahre Tschernobyl – und Bayern diskutiert wieder über Atomkraft?

(UBB-11.04.2026) - Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor in Tschernobyl. Die Tschernobyl-Katastrophe jährt sich damit zum 40. Mal. Was damals geschah, war kein fernes Ereignis – auch das Berchtesgadener Land und Bischofswiesen waren massiv betroffen. Starke Radioaktive Belastung erreichte unsere Böden, Wälder und Lebensmittel. Die Spielplätze waren ebenso kontaminiert und die Kinder durften nicht im Freien spielen. Die Bevölkerung war hoher Strahlenbelastung ausgesetzt. 

 

Die Lehre daraus ist eindeutig: Atomrisiken kennen keine Grenzen.

Und dennoch wird heute wieder über neue Atomkraftwerke diskutiert – diesmal in Form sogenannter „Mini-Atomkraftwerke“. Die CSU schlägt dies vor. Obwohl spätestens nach Tschernobyl und Fukushima der Politik die Gefahren bekannt sein müssten, wird mit solchen Vorschlägen die potenzielle Gefährdung der Bevölkerung billigend in Kauf genommen. 

 

"Mini-AKW" (Small Modular Reactors, SMR): Neue Verpackung, alte Probleme

Auch sogenannte Mini-Atomkraftwerke lösen keines der grundlegenden Probleme der Atomkraft:

  • ❌ Hochradioaktiver Müll – Entsorgung bleibt ungelöst

  • ❌ Sicherheitsrisiken bestehen weiterhin

  • ❌ Kosten sind enorm und kaum kalkulierbar

  • ❌ Ein Beitrag zum Klimaschutz ist mit Atomkraft nicht verbunden

Naturschutzorganisationen wie BUND, NABU und Greenpeace lehnen diese Technologie deshalb entschieden ab. Ebenso die GRÜNEN und die SPD. 

 

Söders Kehrtwende

Besonders irritierend ist die Rolle von Markus Söder: Nach der Fukushima-Katastrophe im Jahr 2011 sprach auch er sich für den Atomausstieg aus. Heute fordert er neue Reaktoren – unter dem Label „Kernenergie 2.0“. Der Atommüll kümmert ihn nicht. Dieses Problem sollen die anderen lösen. Dabei ist doch längst bekannt, dass auf die Gesellschaft noch ungeahnte Kosten hinsichtlich der Endlager-Problematik zukommen werden, zumal die Kraftwerksbetreiber davon verschont wurden. Asse läßt grüßen.

 

Diese Kehrtwende von Söder und der CSU wirft Fragen auf:
Wie glaubwürdig ist eine Politik, die ihre Positionen derart grundlegend ändert und potenzielle Risiken für die Bevölkerung heraufbeschwört?

 

Unsere Erfahrung vor Ort zählt

Gerade als stark betroffene der Tschernobyl-Katastrophe in unserer Region wissen wir:

Die Folgen von Atomunfällen sind real – und sie treffen auch Regionen, die sehr weit entfernt sein können. Tschernobyl hat das eindrucksvoll gezeigt. Wer heute wieder auf Atomkraft setzt, ignoriert diese Erfahrungen.

 

Fazit der UBB

Für die UBB ist klar:

👉Keine neuen Atomkraftwerke – weder große noch kleine
👉Nicht in Bayern. Nicht anderswo

👉Energie von der Sonne steht unbegrenzt zur Verfügung

 

40 Jahre nach Tschernobyl darf es kein Zurück ins Strahlenrisiko geben.

ChatGPT Image 11. Apr. 2026, 15_26_47.png

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