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UBB-Stellungnahme zu den Aussagen von Wolfgang Fegg zum Naturschutz

 

(UBB – 26.02.2026) - Selbstreflexion gehört offenbar nicht zu den großen Stärken der CSU und ihrer Führungspersonen. Statt eigene Planungsfehler kritisch zu hinterfragen, werden Naturschutzverbände oder engagierte Bürgerinnen und Bürger pauschal als „Verzögerer“ dargestellt.

 

Was bedeutet eigentlich „Naturschutz mit Augenmaß“? Maßeinheiten sind eindeutig definiert – „Augenmaß“ hingegen ist subjektiv. Wenn beim Naturschutz jeder sein eigenes Maß anlegt, besteht die Gefahr, dass Schutzstandards dem jeweiligen Bauvorhaben angepasst werden – und nicht umgekehrt.

 

Gerade im Berchtesgadener Land und in Bischofswiesen ist intakte Natur keine Nebensache. Sie ist Grundlage für Tourismus, Lebensqualität und regionale Wertschöpfung. Wer hier von „Augenmaß“ spricht, darf nicht meinen, gesetzliche Standards situativ abzusenken, sondern muss sie konsequent und verantwortungsvoll anwenden.

 

Naturschutzgesetze wurden nicht aus ideologischen Gründen geschaffen, sondern weil Artenvielfalt dramatisch zurückgeht und Lebensräume zunehmend verloren gehen. Der geplante Bienenweg in Bischofswiesen kommt nicht, weil es genügend Bienen gibt – sondern weil sie immer stärker unter Druck geraten. Während Edelweiß, Enzian, Orchideen oder Mehlprimeln vor hundert Jahren noch weit verbreitet waren, sind heute Schutzflächen notwendig, weil intensive Nutzung und Überdüngung ihre Lebensräume eingeschränkt haben.

 

Den Naturschutz als „Verzögerungsinstrument“ zu bezeichnen, verkennt daher seine Bedeutung. Naturschutz ist kein taktisches Mittel – er ist verfassungsrechtlicher Auftrag und gesetzliche Verpflichtung.

 

Wer Planungssicherheit will, braucht sorgfältige Vorbereitung und rechtssichere Verfahren. Wenn Projekte vor Gericht keinen Bestand haben, liegt das nicht an denjenigen, die klagen, sondern an Mängeln in der Planung.

Die Zitate der CSU’ler aus dem Berchtesgadener Anzeiger vom 24.02.26 gegen den Naturschutz und seine Mitglieder

Naturschutz mit Augenmaß

Weiterhin forderte Wolfgang Fegg einen Naturschutz mit Vernunft und Augenmaß. Da richtete sich seine Kritik vor allem gegen den Bund Naturschutz. »Naturschutz darf kein Verzögerungsinstrument sein.« Denn wenn die Wirtschaft schwächele, seien der Naturschutz und der Sozialstaat die ersten Bereiche, in denen gespart wird. »Naturschutz muss wieder vereinen – nicht spalten... und was bei der Rodelbahn die Höhe des Startturms mit Naturschutz zu tun haben soll, kann ich ohnehin nicht nachvollziehen.«

Attacke gegen den Bund Naturschutz

… sprach Franz Rasp kurz an, um sich dann intensiver dem Naturschutz zu widmen. Da erinnerte sich der Landratskandidat an ein im »Berchtesgadener Anzeiger« abgedrucktes Bild von der neuen Vorstandschaft der BN-Kreisgruppe Berchtesgadener Land. »Als ich dieses Bild gesehen habe, war mir vieles klar.«. Das Durchschnittsalter sei weit über 70, die meisten wohnten in einem Eigenheim in bester Lage, die Kinder studierten und manch einer verfüge über eine gute Pension in Höhe von A 16. »Da kann man dann leicht eine Käseglocke über das Berchtesgadener Land stellen. Aber unsere Kinder müssen hier auch in Zukunft wirtschaften können. Deshalb muss man bestehende Strukturen weiterentwickeln können.« Beim Naturschutz müsse man Maß und Ziel an den Tag legen, »vor Gericht gibt es nur Verlierer«.

»Wir brauchen den Götschen«

Bürgermeister Thomas Weber …Ein besonderes Anliegen aber ist dem Noch-Rathauschef der Götschen. »Wir brauchen unser Skigebiet, deshalb sollte man die dringend erforderliche Vergrößerung des Schneiteichs nicht mit fadenscheinigen Argumenten torpedieren«, wetterte Weber in Richtung Bund Naturschutz.

Zu den Aussagen von Wolfgang Fegg, Thomas Weber und Franz Rasp:

Lesen Sie hier zum Thema auch auf der Homepage des BUND Naturschutz ...

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